27. Januar 2016

Bessere Orientierung für Wanderer

 

Die Steinwald-Allianz hatte bei ihrer ersten Sitzung im Jahr 2016 viel zu besprechen und hinsichtlich des Kernwegenetzes und Förderprogrammes „Energieffizienz-Netzwerk für Kommunen“ noch mehr zu diskutieren.

 

„Wir sind jetzt mit unserer überarbeiteten Webseite online“. Das ist nur eine der guten Nachrichten, die Martin Schmid, Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, zusammen mit dem ersten Vorsitzenden Hans Donko bei der ersten Sitzung des Zweckverbandes in diesem Jahr bekannt geben durfte. Auch bei der Verlesung der Jahresrechnung 2014 konnte Donko Erfreuliches berichten. Zwar entstand unter anderem aufgrund von vermehrten Messe-Ausgaben und Projektstarts ein Fehlbetrag von knapp 8.000 Euro, jedoch wird dieses Minus bereits im Haushaltsjahr 2015 gedeckt werden.

 

Einen weiteren Fortschritt wird der Steinwald bald in Sachen Wanderwegbeschilderung machen, denn wie Gästeführer und Entwickler des Beschilderungs-Konzeptes Rudi Ehstand klar machte, „hält nix ewig“. Er zeigte Bilder von verwitterten Schildern, die schon 30 Jahre auf dem Buckel haben und dringend ausgetauscht werden müssen. „Wenn man als Urlauber auf dem Parkplatz aussteigt, weiß man gar nicht in welche Richtung man laufen soll, um z.B. zur Burgruine zu gelangen.“ Auch Hans Donko kann der Dringlichkeit der Schilder-Erneuerung nur zustimmen: „Was bringt es uns, wenn wir uns um Urlauber bemühen, er verläuft sich aber im Steinwald und kommt nie wieder?“. Das Konzept beinhaltet auch eine Anbindung der Mitgliedsgemeinden an den Steinwald über schon bestehende Wanderwege.

 

Der Naturpark Steinwald um Vorsitzenden Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg und Geschäftsführer Ernst Tippmann kümmerte sich um die staatliche Förderung der Maßnahme von 50 Prozent sowie die zeitaufwändige Abstimmung mit dem Fichtelgebirgsverein und dem Oberpfälzer Waldverein. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 25.000 Euro. 25 Prozent der verbleibenden Kosten übernimmt die Steinwald-Allianz. Den Rest trägt je nach Anzahl der Pfosten die betroffene Gemeinde selbst.

 

Ein weiterer Tagesordnungspunkt behandelte das Ländliche Kernwegenetz. Das Amt für Ländliche Entwicklung, das den gemeindeübergreifenden Wegebau fördert, bat die Gemeinden um eine Entscheidung, wer zu einem ersten Verfahren zusammengefasst die Voraussetzungen erfüllt und beginnen möchte. „Auf das erarbeitete Konzept sollten nun auch zeitnah Baumaschinen folgen“, fordert Vorsitzender Hans Donko.

 

Unter den Bürgermeistern wurde auch über das Förderprogramm „Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen“ diskutiert, welches Herr Prof. Dr.-Ing. Brautsch vom Institut für Energietechnik im November am Landratsamt Tirschenreuth vorstellte. Als Ansprechpartnerin war Regionalkoordinatorin Frau Dr. Susanne Stangl anwesend. Dabei kamen Fragen wie „Brauchen wir so ein Netzwerk?“ und „Bringt es Gemeinden mit bereits bestehenden Energiekonzept überhaupt etwas?“ auf. Die Beratungen erbrachten, dass aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen nicht der Verbund „Steinwald-Allianz“ sondern jede Gemeinde für sich über den Beitritt zum Netzwerk entscheiden müsse.  

 

Am Ende der Sitzung legten die Verbandsmitglieder noch den Termin für die jährliche Informationsveranstaltung für alle Stadt-, Markt-, und Gemeinderäte fest. Die öffentliche Sitzung findet am 17. März um 19 Uhr in Kastl statt. Außerdem präsentiert sich die Steinwald-Allianz am 3. und 4. Juni gemeinsam mit der Ferienregion Stiftland auf dem Hauptmarkt in Nürnberg.

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