30. Mai 2016

Kernwegenetz-Ausbau fordert mehr Zusammenhalt denn je

 

„So eine schwere Geburt hatten wir noch nie“. Nach abermaliger Diskussion, welche Maßnahmen beim Kernwegenetz-Ausbau im ersten Schritt berücksichtigt werden, freut sich Vorsitzender der Steinwald-Allianz, Hans Donko, über ein Ergebnis. Das erste Verfahren bedient demnach die zwölf Gemeinden Brand, Ebnath, Erbendorf, Friedenfels, Fuchsmühl, Kastl, Kemnath, Krummennaab, Kulmain, Neusorg, Waldershof und Wiesau mit einer Gesamtfördersumme von rund zwei Millionen Euro.

 

Seit vielen Monaten wird in den 16 Mitgliedsgemeinden der Steinwald-Allianz nun schon der Kernwegenetz-Ausbau besprochen und mit einem gemeindeübergreifenden Konzept erarbeitet. Mitte Mai ging die Diskussion in die vorerst letzte Runde. Da die Maßnahmen vom Amt für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz gefördert wird, waren Dipl. Ing. Willi Perzl sowie Bauoberrätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz (ALE) vor Ort.

 

Beide wiesen nochmals darauf hin, dass nicht alle Mitgliedsgemeinden der Steinwald-Allianz in einem Verfahren starten können und für den Wegeausbau eventuell notwendige Grundstückserwerbe gesichert sein müssten.

 

Die Schwierigkeiten des Ausbaus

„Die Förderung des Kernwegenetz-Ausbaus ist ein steter Konflikt in der Oberpfalz. Wir verteidigen Sie gegen alle anderen Gemeinden, knapp 150 an der Zahl, die nicht im Kernwegenetz sind und keine Förderungen dieser Art erhalten“, gibt Willi Perzl zu Bedenken. Daher beharre er auch darauf, dass keine Ausnahmenregelungen getroffen werden. Auch Vorsitzender Hans Donko, der vorab mehrere Gespräche mit dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz, Thomas Gollwitzer, geführt hat, muss diese Aussage unterstreichen. Nicht mal er, der sich bekanntlich stark für die Belange der Allianz einsetzt, konnte Gollwitzer davon überzeugen, alle 16 Gemeinden gleichzeitig zu bearbeiten.

 

Zwölf Gemeinden werden bedient

Nach einigen Änderungen bei den Wege-Aufstellungen konnten sich die Bürgermeister letztendlich einigen. Die erste Maßnahme bedient demnach die zwölf Gemeinden Brand, Ebnath, Erbendorf, Friedenfels, Fuchsmühl, Kastl, Kemnath, Krummennaab, Kulmain, Neusorg, Waldershof und Wiesau. Dabei kommen Kosten von insgesamt ca. 2,5 Millionen auf die Gemeinden zu, die zu ca. 80 Prozent gefördert werden.

 

Die Bürgermeister der Allianz-Gemeinden sind genauso wie der Vorsitzende Hans Donko erleichtert, endlich einen Konsens gefunden zu haben. „So schwierig waren die Verhandlungen noch nie. Das zeigt aber, wie stark wir zusammengewachsen sind.“ Uli Roth richtete abschließend einen Dank an den Vorsitzenden für seinen eisernen Kampf für die Belange des Zweckverbands sowie an Bauoberrätin Huberta Bock für ihre Geduld. Sie sieht vor, den Antrag zur Förderung noch dieses Jahr einzureichen zu können, sodass der Ausbau zeitnah umgesetzt werden kann.

 

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