08. Juli 2016

Mustergültiges Leerstandsmanagement

 

Die Oberpfälzer und Franken lassen sich ja nicht gerne in einen Topf werfen. Doch wenn es um die regionale Entwicklung geht, schöpfen sie gerne aus dem Erfahrungsschatz des anderen. Dieses Mal waren es vor allem die Steinwälder, die dazulernen konnten. Eine zweitägige Exkursion der Steinwald-Allianz führte zum Gemeindeverbund „Hofheimer Land“ in Unterfranken, der vor allem durch das Management von Leerständen hohen Bekanntheitsgrad erlangte. Eine kurze, aber beeindruckende Fahrt.

 

„Wir sind eine Allianz für lebendige Ortsmitten“. Treffender konnte die Begrüßung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Hofheimer Land, Wolfgang Borst, nicht sein. Mit seinen Aktionen brachte er sich zu Beginn seiner Amtszeit als Bürgermeister nicht immer den Zuspruch der Bürger und Bürgermeister-Kollegen ein. Doch das erfolgreiche Leerstands-Management in den sieben Mitgliedsgemeinden überzeugte schließlich auch die letzten Skeptiker – ebenso die knapp 20 Gäste aus der Steinwald-Allianz, denen sich Frau Bauoberrätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz anschloss. Zahlreiche Auszeichnungen und Staatspreise sprechen für Borsts Vorgehen, bei dem er zwei Grundsätze verfolgt.

 

 

Leerstands-Management

1. Umbauen/Renovieren muss günstiger sein als ein vergleichbares Objekt im Siedlungsgebiet, 2. Jeder Siedlungs-Neubau verursacht einen vermeidbaren Leerstand im Altort. Um den Abzug zu stoppen und die Menschen für bestehende Gebäude in den Kernorten zu überzeugen, bietet die Hofheimer-Allianz eine Internetplattform, ein Förderprogramm und Beratung an. Mit Erfolg: Rund 200 Leerstände konnten seit 2008 so im Allianzgebiet bereits revitalisiert werden. Einige davon sahen sich die Bürgermeister bei ihrer Fahrt an.

 

Ein spannendes Beispiel, was mit heruntergekommenen Altbauten passieren kann, gibt beispielsweise der Münchner Christian Wittmann. Er hat in Friesenhausen, einem Ortsteil der Hofheimer Allianz, mehrere „Bruchbuden“ gekauft und möchte dort seine Vision vom erfüllten Leben im Alter umsetzen, indem er eine ambulante Hausgemeinschaft und eine Kulturscheune aufbaut.

 

Lebensqualität steigern

Aber was ist ein bewohnter Ort ohne Vitalität, ohne Leben, ohne Aktivität? Das haben die Hofheimer im zweiten Baustein ihres Handelns bedacht: der Steigerung der Lebensqualität vor Ort. So sorgen zahlreiche Dorfgemeinschaftshäuser für eine stete Betriebsamkeit in den Gemeinden. Bei einer Tour durch die Hofheimer Allianz lernten die Steinwälder diese modernen Örtlichkeiten für Jung und Alt kennen.

 

Einfach machen lassen

Die Tatkraft der Bürger, solche Einrichtungen zu errichten und zu erhalten ist unumgänglich und wird daher von der Hofheimer Allianz sowie verschiedenen Ministerien gefördert. „Man muss den Menschen die Vorteile vom Leben auf dem Land gegenüber der Stadt demonstrieren: das Erholungsangebot, die günstigen Lebenskosten, die Anbindung an größere Städte mit kulturellen Angeboten. Und wenn die Menschen etwas bewirken wollen und Ideen haben, dann muss man sie auch einfach mal machen lassen“, gibt Borst den Steinwäldern zum Abschluss mit auf den Weg.

 

Zum Dank für die beiden interessanten Tage übergab Steinwald-Allianz-Vorsitzender Hans Donko das ausgezeichnete Mohnöl aus der Öko-Modellregion Steinwald und einen Naturpark-Führer an die Referenten vor Ort: „Wir nehmen viele Eindrücke mit, bedanken uns für die offenen Worte und laden euch herzlich zu einem Gegenbesuch in die Steinwald-Allianz ein.“

 

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