24. Juni 2016

Rundfahrt durch die Öko-Modellregion

 

Die Öko-Modellregion Steinwald ist eine der zwölf Öko-Regionen Bayern, die vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium 2014 initiiert wurde. „Für uns ein Anlass, einmal hinter die Kulissen zu blicken“, sagte Marion Ruppaner, Landwirtschaftsreferentin des Bund Naturschutz (BN), in der Stadthalle Erbendorf. Bei einer Rundfahrt wurden Projekte besichtigt, die den Innovationscharakter der Öko-Modellregion herausstellen.

 

Landwirtschaftsreferentin Marion Ruppaner konnte zum Auftakt in der Stadthalle den Bund-Naturschutz Landesbeauftragten Richard Mergner und Vertreter des Bund-Naturschutz-Kreisgruppe sowie von der Steinwald-Allianz den Geschäftsführer Martin Schmid mit Projektmanagerin Elisabeth Waldeck und den Geschäftsführer der Friedenfelser Betriebe, Thomas Schultes begrüßen.

 

BN-Kreisvorsitzender Josef Siller hob hervor, dass sich das Motto des Bund Naturschutz „Aus der Region für die Region“ in der Öko-Modellregion wiederspiegle. „Wir treten für kleinbäuerliche Strukturen ein“, stellte er fest. Auch sei es ein Anliegen, die Bioversität zu erhalten.

 

BN-Landesbeauftragter Richard Mergner bezeichnete die Öko-Modellregion Steinwald-Allianz als „innovativ.“ Nicht nur bei Bio-Produkten aus Mohn und Topinambur seien hier die Verantwortlich, auch seltene Tierrassen, wie das Rote Höhenvieh, spiele als Leitart und –produkt eine große Rolle. „Ein idealer Dreh- und Angelpunkt für Verknüpfungen mit dem Tourismus, Landschaftsschutz, Naturschutz und der Gastronomie.“

 

„Die Öko-Modellregion Steinwald-Allianz ist seit ihrer Gründung ihren Zielen schon ein Stück näher gekommen“, stellte Mergner fest. Dazu zählte er die Erhöhung des Anteils am Ökolandbau und die gemeinsame Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, die es voranzutreiben gelte.

 

„Der Ökologische Landbau zeichnet sich durch kurze Wege und nachvollziehbare Vermarktungsstrukturen aus, die den Betrieben eine hohe Wertschöpfung sichern“, so der Landesbeauftragte. Den Ökologischen Landbau bezeichnete er aus „besonders umweltverträglich.“

 

„Man muss das Trinkwasser nicht schützen, da keine Pestizide angewendet werden und keine Düngungsüberschüsse die Gewässer belasten“, stellte Mergner als ersten Punkt fest. „Auch die Artenvielfalt in den Feldern wird nicht totgespritzt.“ Bioböden seien humusreich und belebt, speichern mehr Kohlendioxid als konventionell bewirtschaftete Böden und tragen so erheblich zum Klimaschutz bei. „Die bisher in der EU-Bioverordnung definierten Tierhaltungsvorschriften liegen weit über den Standards der in Deutschland gültigen Tierschutzbestimmungen.“

 

Der Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, Martin Schmid, stellte den Gästen den Zweckverband Steinwald-Allianz mit seinen 16 Mitgliedskommunen vor. „Die Rahmenbedingungen für Öko-Landwirtschaft sind bei uns gut“, bestätigte er. „Aufgabe sei es vor allem, neue Strukturen zu schaffen.“

 

Bei der Rundfahrt durch die Öko-Modellregion ging es zuerst zum Bio-Landwirt Josef Schmidt auf der Grenzmühle, der den Gästen den Mohnanbau im Steinwald vorstellte. Besonders stolz sei er, Schmidt, dass das aus der Sonderkultur Mohn gewonnene Mohnöl als Bayern innovativstes Produkt ausgezeichnet wurde. Bei der Begehung der Weide des Roten Höhenviehs gab der Bio-Landwirt zu bedenken, dass der Bio-Fleischpreis derzeit ein Problem sei. „Wir müssen die Menschen erst noch überzeugen“, gab er sich hoffnungsvoll. Von der Markenbildung bis zur Preisfindung erläuterte die Projekt-Managerin Elisabeth Waldeck die Bio-Rindfleischvermarktung.

 

Geschäftsführer Thomas Schultes von den Friedenfelser Betrieben stellte die Betriebszweige und deren Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung vor. So laufe bereits die Bio-Umstellung der Landwirtschaft, des Lagerhauses und der Gärtnerei in Friedenfels. „Die Kunst liegt darin, ökologisch, ökonomisch und sozial einen Dreiklang herzustellen“, so Schultes.

 

„Es ist faszinierend, dass hier Bio-Gemüse angebaut wird und man auf den Bio-Feldern die Feldlerche noch hören kann“, sagte der Landesbeauftragte beim Abschlussgespräch in der Schloßschänke in Friedenfels.

 

Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg nahm das Gespräch zum Anlass, auf den Fischotter im Landkreis einzugehen. „Es ist ein Verdienst des Bund Naturschutzes, Biber, Kormoran, Fisch- und Seeadler oder jetzt den Fischotter in der Region wieder einzuführen“, so der Freiherr, der auch Vorsitzender des Naturparks Steinwald ist. „Aber man darf nicht ignorieren, dass die Teichwirte die Leidtragenden sind.“

 

Fotos und Text: Jochen Neumann

 

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