Top 4 Neuigkeiten im Überblick

Hier finden Sie die Top 4 Nachrichten über die Arbeit der Steinwald-Allianz der letzten Zeit. Ältere Pressemitteilungen stehen  für Sie im Archiv zur Verfügung. 

 

23. April 2020

180 kg Topinambur gepflanzt

 

Mitte bis Ende April ist Topinambur-Pflanzzeit. Die Knollen, die über den Winter in den Biofeldern von Öko-Modellregionsmanager Günther Erhardt schlummerten, wurden diese Woche bei diversen Kleingärtnern, Obst- und Gartenbauvereinen und sogar für Topfkulturen auf dem Balkon ausgefahren. Insgesamt 180 kg Topinamburknollen waren für die dritte Topinambur-Pflanzaktion der Öko-Modellregion Steinwald bestellt und wurden dieses Jahr ausnahmsweise direkt an die Haustüre geliefert. Die Aktion wurde auch zum ersten Mal im gesamten Landkreis Tirschenreuth durchgeführt, zusammen mit der neuen Öko-Modellregion Stiftland und deren Projektmanagerin Lisa Hertel. Gleich mitgeliefert bekamen die eifrigen Pflanzer eine Pflanzanleitung und ein Rezeptblatt für die Verwendung der geernteten Knollen in leckeren Gerichten.

 

Leckerbissen für Schleckermäuler

Die Sonderkultur Topinambur ist relativ problemlos im Anbau – im Garten genauso wie auf dem Bio-Acker. Die essbaren Knollen können roh und gekocht verzehrt werden und passen genauso gut zu deftigen wie zu süßen Speisen. Durch das enthaltene Inulin ist Topinambur auch für Diabetiker geeignet. Einziger Nachteil – die geringe Lagerfähigkeit. Auch Versuche zur Haltbarmachung scheiterten bereits. Vereinzelte Produkte aus Topinambur gibt es in der Öko-Modellregion Steinwald allerdings trotzdem: Topinamburnudeln und Topinamburbrot zum Beispiel. Und von den vielen Pflanzungen in Gärten, auf kommunalen Flächen oder in Vereinen profitieren nicht nur menschliche Schleckermäuler sondern auch viele Insekten. Die Topinambur-Pflanzen blühen im Spätsommer wunderschön gelb, können im heimischen Garten als Sichthecke fungieren und bieten vielen Insekten Wohnraum und Nahrung. 

 

19. März 2020

Das komplette Sortiment an Bord

 

„Solange unsere Mitarbeiter im mobilen Dorfladen gesund sind, fährt der mobile Dorfladen jeden Tag um 08.00 Uhr vom Hof und macht seine Tour durch die 33 Orte“, sagt Martin Schmid, der Geschäftsführer der Steinwald-Allianz und beantwortet damit die Frage vieler Kunden, die aktuell bei der Geschäftsstelle in Erbendorf anrufen. Nur bei den Seniorenheimen dürfe man verständlicherweise aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Corona-Pandemie aktuell nicht halten.

 

Es ist zwar derzeit eine stark ansteigende Nachfrage nach dem Angebot der Nah-versorgung der Steinwald-Allianz erkennbar, aber von Hamsterkäufen könne man noch nicht berichten. Auf ca. 16 m² Verkaufsfläche im begehbaren Lkw finden sich rund 500 Produkte des täglichen Bedarfs in den Regalen. Von Obst, Gemüse, Back- und Wurstwaren über Drogerieprodukte und Tiernahrung könne man das komplette Sortiment eines Dorfladens abdecken.

 

Anja Zölch, die für die Warenwirtschaft und den Betrieb zuständig ist, berichtet, dass vonseiten des Großhandels aktuell keine besonderen Hinweise hinsichtlich Engpässen vorliegen. „Nur beim Klopapier haben auch wir nur noch eine geringere Menge auf Lager“, sagt Zölch. Was sich jedoch nicht erst jetzt im Krisenmodus als richtig herausstellt, ist die starke Einbindung der regionalen Erzeuger in das Produktsortiment. „Diese Produkte stehen de facto nicht in einem Lkw an einem Grenzübergang im Stau sondern wir holen sie zum großen Teil auf unserer Tour bei den Erzeugern ab“, sagt Martin Schmid und verweist auf das gute Verhältnis zu den regionalen Partnern.

 

Aufgrund eindringlicher Empfehlungen durch die Behörden setzt man auch im mobilen Dorfladen schon seit Beginn der Woche diverse Schutzmaßnahmen um. „Abstand halten“ heißt es und „so bitten wir unsere Kunden um Verständnis, dass sich nur bis zu drei Personen gleichzeitig im Verkaufsraum aufhalten sollen.“, führt Schmid aus. Somit könne es schon mal vorkommen, dass die 30 Minuten Haltezeit mancherorts überschritten wird.

 

Nahversorgung als Projektziel

Der mobile Dorfladen fährt seit August 2018 unter Trägerschaft der Steinwald-Allianz durch kleine Ortschaften ohne Nahversorgungsmöglichkeit. Die Projektziele sind weiterhin unverändert: eine Stärkung der Nahversorgung mit einer damit verbundenen Steigerung der Lebensqualität, die Förderung regionaler Kreisläufe  und die Zurverfügungstellung digitaler Services. An der Umsetzung des Online-Shops wird aktuell mit Hochdruck gearbeitet aber „Digitalisierung ist nicht nur Technik sondern muss auch die gesetzlichen Anforderungen an den Online-Handel berücksichtigen“ erläutert Dr. Andreas Hamper, Projektleiter am Fraunhofer Institut SCS in Nürnberg. Aufgrund der aktuellen Situation und den zu erwartenden längeren Einkaufzeiten durch die Schutzmaßnahmen werde man kurzfristig die Produktinformationen im Internet verfügbar machen und so hoffentlich Wartezeiten verkürzen.

 

 

 

Informationen zu aktuellen Änderungen und Möglichkeiten

 

  • Unter www.steinwald-dorfladen.de findet sich der aktuelle Fahrplan des mobilen Dorfladens und ein Katalog mit allen verfügbaren Produkten auf dem Lkw.

 

  • Eine Vorbestellung ist bis zum Vortag des Halts

unter info@steinwald-dorfladen.de,

telefonisch unter 09682 / 18 22 19 25 oder unter 0173 / 57 79 330 möglich.

 

 

  • Die Auslieferung erfolgt an den jeweiligen Haltestellen des Lkws und für Personen, denen der Weg zum Lkw zu beschwerlich ist, auch per Haustürlieferung

 

21. Februar 2020

Startschuss für ein interkommunales Öko-Konto der Steinwald-Allianz

 

„Zusammenarbeit bei ökologischen Ausgleichsflächen“ lautet der Titel eines Projekts aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts der Steinwald-Allianz. Bei der Sitzung der Steinwald-Allianz in Windischeschenbach wurde der zukunftsweisende Beschluss gefasst, durch einen gemeinsamen Flächenankauf das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. 

 

Vorsitzender Hans Donko machte in einleitenden Worten deutlich, dass jeder Eingriff durch Bau- und Erschließungsmaßnahmen – wenn er nicht vermieden werden kann - in den Kommunen ausgeglichen werden müsse. In Einzelfällen seien zwar Ersatzzahlungen an den Bayerischen Naturschutzfonds möglich, aber der Ausgleich müsse in den meisten Fällen durch naturschutzfachliche Aufwertungen auf speziellen Ausgleichsflächen geschehen. „Diese Flächen sind mittlerweile mit Gold aufzuwiegen“, sagte Hans Donko und zitierte ein Schreiben des Bayerischen Städtetags, in dem ein „überhitzter Markt für potentielle Ausgleichsflächen“ beschrieben wird, mit unterschiedlichen Interessensgruppen, die letztendlich alle dieselben Flächen nachfragen. Auch der Bayerische Städtetag begrüße ein interkommunales Agieren in diesem Handlungsfeld.

 

Geschäftsführer Martin Schmid erläuterte den Bürgermeistern das Ausgleichsverfahren durch Wertpunkte. Ausgangspunkt ist immer der Kompensationsbedarf, der bei einem Eingriff berechnet wird und ausgeglichen werden muss. Dargestellt wird dies in sogenannten Wertpunkten. Die Kommunen müssen diese Punkte durch eigene naturschutzfachliche Maßnahmen selbst generieren oder können diese auch einkaufen. Die Vorteile von eigenen Flächen wären beschleunigte Verfahren, Kostenersparnisse für die Gemeinden und auch effizientere Aufwertungen des Naturhaushalts. Wenn die Steinwald-Allianz eigene Fläche in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde durch zum Beispiel Streuobstwiesen oder extensiv bewirtschaftete Wiesen  aufwertete, würden sich die daraus resultierenden Wertpunkte sogar jährlich um 3 % verzinsen, sagte Martin Schmid. Damit wäre ein echtes Öko-Konto geschaffen, von dem die Mitgliedskommunen dann bei Bedarf Punkte „abbuchen“ könnten.

 

„Für die Aufwertung und Pflege werden natürlich Landwirte vor Ort gebraucht“ ergänzte Hans Donko und so sei der oft herbeizitierte Gegensatz von „entweder Naturschutz oder Landwirtschaft auf der Fläche“ nicht erkennbar. Der Aufwand für naturschutzfachliche Umgestaltungen und die notwendige Pflege übersteige sogar den reinen Grundstückspreis. Insgesamt sei eine Investition von rund 1 Mio. Euro geplant. Die Versammlung der Steinwald-Allianz beschloss, das Projekt weiter zu verfolgen und den Ankauf einer angebotenen Fläche weiterhin zu forcieren und zu bearbeiten. 

 

 

12. Februar 2020

Steinwald-Allianz fördert kleine Projekte in der Region

 

Die Steinwald-Allianz hat ein neues Projekt an Land gezogen und wird damit quasi selbst zur „Förderstelle“. Mit dem Regionalbudget können ab sofort kleine Projekte in der Region gefördert werden. Eine Summe von 100.000 € im Jahr steht nun für viele kleine Maßnahmen zur Verfügung, die fördertechnisch in der Vergangenheit oftmals unter „die Bagatellgrenze“ fielen.

 

Vorsitzender Hans Donko übermittelte in der Sitzung der Steinwald-Allianz in Windischeschenbach den Bürgermeisterkollegen die positive Nachricht. Der Zusammenschluss hat sich für das „brandneue“ Förderprogramm in Bayern beworben und vom zuständigen Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth die Zusage erhalten. „Nur integrierte ländliche Entwicklungen wie zum Beispiel die Steinwald-Allianz dürfen auf dieses Förderprogramm zurückgreifen“, unterstrich Hans Donko und freute sich, „dass damit in der Fläche viele tolle Ideen umgesetzt werden können, die einer positiven regionalen Entwicklung dienen.“

 

Geschäftsführer Martin Schmid erläuterte den Bürgermeistern die Regularien und den zeitlichen Ablauf. Mit dem Regionalbudget wird eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt. Kleinprojekte können zum Beispiel die touristische Weiterentwicklung der Region, die Vermarktung regionaler Produkte oder auch die Förderung der Biologischen Vielfalt zum Thema haben.

 

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen im Gebiet der Steinwald-Allianz. Der Fördersatz für Kleinprojekte beträgt bis zu 80 % bei einer maximalen Fördersumme von 10.000 €, wobei ein Vorhaben insgesamt nicht mehr als 20.000 € kosten darf. Gemeinden, Vereine, Initiativen, Firmen  aber auch Einzelpersonen können in einer ersten Runde ab sofort bis zum 15. März 2020 Anträge bei der Geschäftsstelle der Steinwald-Allianz in Erbendorf einreichen. „Auch nach dem 15. März 2020 ist bei noch freien Mitteln eine Eingabe möglich. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Projekte bis zum 1. Oktober 2020 vollständig durchgeführt und abgerechnet sein müssen“ erläuterte Martin Schmid. 

 

Projekte werden von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung finanziert. Investition in Ihre Zukunft!

 

Investice do vaší budoucnosti. Evropskou unií z Evropského fondu pro regionální rozvoj.

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