26. Oktober 2021

Naturpark Steinwald besucht Biosphärenreservat Thüringer Wald

 

Wie, wo und ob überhaupt ein mögliches Naturpark-Informationszentrum entsteht, wird derzeit von einem Arbeitskreis im Naturpark Steinwald diskutiert und bearbeitet.  Eine Abordnung der Vorstandschaft des Naturpark Steinwald e.V.‘s und der Steinwald-Allianz besuchten deshalb für einen Erfahrungsaustausch das Informationszentrum im Biosphärenreservat Thüringer Wald.

 

Die stellvertretende Leiterin des Biosphärenreservats, Frau Dr. Elke Hellmuth erläuterte den Gästen aus dem Steinwald die Grundprinzipien von Biosphärenreservaten, die, anders als in reinen Naturschutzgebieten, auch die menschliche Bewirtschaftung und eine nachhaltige Entwicklung einer Region zum Ziel haben. Für das Informationszentrum in Schmiedefeld wurde ein Leerstand saniert, der nun für die Kommune ein multifunktionaler Anlaufpunkt ist und neben Dienstleistungsbetrieben auch die Tourist-Info der Gemeinde beinhaltet. Im Infozentrum stehen Schulklassen Räumlichkeiten für Experimente zur Verfügung und die Dauerausstellung dient bei geführten Wanderungen vor allem als Start- und Zielpunkt. Rund 10.000 Besucher informieren sich jährlich in der Dauerausstellung zum Biosphärenreservat.

 

Moderne Wissensvermittlung mit Qualität

Die Umsetzung der Dauerausstellung dauerte von der Machbarkeitsstudie bis zur  Eröffnung rund 10 Jahre. Sie beinhaltet moderne Formen der Wissensvermittlung mit Klangelementen und Projektionen. Aktuell wird die Ausstellung hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit analysiert, die zum Beispiel auch eine einfache Sprache zur Wissensvermittlung beinhaltet.

 

Der Bürgermeister von Schmiedefeld, Reinhard Pulvers erläuterte, dass die gesamte Entwicklung des Biosphärenreservats als langer und stets andauernder Prozess zu betrachten sei. Die Region im Süden Thüringens habe nach der Wende einen starken Einbruch des Tourismus erfahren und Urlaubsgäste seien heute nur durch die Qualität des Angebots zu begeistern. „Nur Wandern ist als Thema heute zu wenig“, betonte Pulvers und mit den Angeboten des Biosphärenreservats könne man anspruchsvolle Gäste bedienen.

 

Unterstützung durch den Landkreis

Landrat Roland Grillmeier bestätigte diesen erweiterten Ansatz im Naturtourismus. „Die Aufgabe unseres Naturparks Steinwald ist es, den Wunsch nach Naturerleben zu erfüllen und das Naturverständnis der Gäste und Touristen zu fördern. Auch zur Stärkung der gesamten Region um den Steinwald, muss der Anspruch sein, dazu passende Angebote aufzulegen. Der Landkreis wird sich dazu stark mit einbringen“, so Landrat Grillmeier.

 

Der Vorsitzende des Naturparks Steinwald, Baron Eberhard von Gemmingen-Hornberg und der Vorsitzende der Steinwald-Allianz,  Bürgermeister Johannes Reger bedankten sich für einen lehrreichen und informativen Austausch zum Informationszentrum. Der Arbeitskreis im Steinwald kann davon nur profitieren und wird das gewonnene Wissen in eigene Überlegungen für ein mögliches Naturparkzentrum einfließen lassen.

 

 

Hintergrund:

Im Jahr 2020 wurde die Landschaftspflege und Naturparkrichtlinie, das Förderprogramm der Bayerischen Naturparke, um den Fördertatbestand „Konzeption, Errichtung und Betrieb von Naturparkzentren“ erweitert. Die Naturparke können seitdem in einem mehrstufigen Verfahren Projektskizzen und Machbarkeitsstudien einreichen. Hierbei sind Überlegungen zu individuellen Schwerpunktthemen, Zielgruppen, Betriebskosten sowie zu einem möglichen Angebot im Naturparkzentrum anzustellen und in der Region abzustimmen. Der geplante Standort ist ein wesentlicher, aber nur ein Punkt in der Vorstudie und soll sich auch aus den inhaltlichen Überlegungen ableiten.

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